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Bezirksliga 11

Maximilian Rhein (Nummer 3) und die Stadtlohner mussten ihren Gäste nach dem Schlusspfiff beim Feiern zusehen. © Sascha Keirat
Maximilian Rhein (Nummer 3) und die Stadtlohner mussten ihren Gäste nach dem Schlusspfiff beim Feiern zusehen. © Sascha Keirat

 

SuS Stadtlohn kann Platz eins gegen FC Epe nicht erobern

 

 

 

 

 

 

 

SuS Stadtlohn - FC Epe 0:1 (0:1)

Tor: Rocardo Deiters (38.)

13.02.2022

 

Im Spitzenspiel gegen den FC Epe unterlagen die Stadtlohner vor zu Hause knapp. Die Gäste zeigten sich das eine, entscheidende Mal abgezockter vor dem Tor.

Stadtlohn /

 

Mit Sprechchören feierten die mitgereisten Fans des FC Epe bereits in den Schlussminuten des Bezirksliga-Topspiels ihren Torhüter Paul Paganetty. Kein Wunder: Der Vertreter des verletzten Niklas Baumann spielte sich beim 1:0-Sieg des Spitzenreiters bei Verfolger SuS Stadtlohn ebenso wie Torschütze Ricardo Deiters zu einem der Hauptdarsteller auf.

Es war unterm Strich kein unverdienter Erfolg der Eperaner vor stattlicher Kulisse von über 400 Zuschauern. Weil sie in der Defensive nur wenig klare Abschlüsse der Stadtlohner zuließen. Und weil sie eben dieses eine Mal auch in der Offensive zur Stelle waren. Es lief die 38. Spielminute, als die Eperaner einen Angriff über Felix Wobbe fuhren. Der Angreifer legte ab zu Ricardo Deiters. Der behauptete sich an der Strafraumkante gegen Maximilian Wolf und verlud Keeper Stefan Mester mit einem platzierten Distanzschuss – und versetzte die Gästebank in großen Jubel.

 

Der Treffer stellte zugleich die zweite Chance der Eperaner dar und auch eine der ganz wenigen über die gesamte Spieldauer. Zuvor hatte bereits Wobbe einen Versuch abgegeben, der aber nicht hart genug geschossen war. Allerdings schaffte es auch Stadtlohn zu selten, sich klare Abschlüsse herauszuspielen. Luca Friedrich scheiterte in der Frühphase aus spitzem Winkel an Paganetty, auch Milan Tendahls Kopfball fand den Weg ins Tor nicht.

Das änderte sich nach der Pause, als die Gastgeber mit Wut im Bauch anrannten. Den Ausgleich hätte zunächst Milan Tendahl erzielen können, der nach einer Hereingabe wohl etwas überrascht war, aus kurzer Distanz zum Kopfball zu kommen (48.). Die dickste SuS-Gelegenheit des Spiels bot sich dann in Minute 62 Raphael Busert, der nach Traumpass von Kevin Meise frei aufs Tor zusteuerte, aber am langen Pfosten vorbei schoss.

 

Jaegers-Tor zählt nicht

 

Zwei Minuten später zappelte der Ball dann im Netz. Justus Jaegers hatte ihn nach einem Eckball mit einem wuchtigen Kopfball über die Linie befördert, der Unparteiische hatte zuvor aber ein Foulspiel der Stadtlohner gesehen.

Den Druck hielten die Stadtlohner zwar bis zum Schluss aufrecht und auch Daniel Diekenbrock bot sich noch eine Großchance, bei der den Ball aber nicht voll erwischte, doch Epe und Keeper Paganetty verteidigten entschlossen und brachten die Führung ins Ziel.

Zur Freude von Trainer Andre Hippers: „Die Stadtlohner wollten heute ein Zeichen an die Konkurrenz senden, das ist nun uns gelungen. In der ersten Halbzeit haben wir noch versucht, es spielerisch zu lösen und meiner Meinung nach verdient geführt. Nach der Pause haben wir dann destruktiver gespielt und die nötigen Tugenden gezeigt, um das Ergebnis über die Zeit zu bringen.“

SuS-Coach Stefan Rahsing meinte: „Wir haben in der ersten Halbzeit zu passiv agiert, was ich auch mir ankreiden muss. Nach der Pause haben wir Druck ohne Ende gemacht und hätten in der ein oder anderen Situation das Tor machen müssen.“ So aber kamen die „Spitzenreiter“-Gesänge von den Fans des FC Epe.

13. Februar 2022 | Quelle: Münsterland Zeitung